Diakonie - damit Leben gelingt

Neues Projekt hilft behinderten Menschen

 

Beratung auf Augenhöhe

Merz ist Teil des dreiköpfigen Teams, das das Projekt in der Diakonie-Außenstelle in Montabaur betreut. Die Mitarbeiter beraten Betroffene und deren Angehörige – ganz auf die individuellen Bedürfnisse der Hilfesuchenden angepasst und auf Augenhöhe. Sie erklären, wo und wie behinderte Menschen finanzielle Unterstützung beantragen können, wo sie Hilfe für den Alltag oder den Beruf erhalten. Das Besondere: Die EUTB ist unabhängig. Sie vermittelt den Hilfesuchenden also an denjenigen Anbieter, der am besten passt. „Unsere Beratung ist zudem komplett kostenlos, da sie vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird“, erklärt EUTB-Mitarbeiter Martin Willuweit.

Vieles ist einfacher geworden

Dass es die Teilhabeberatung gibt, liegt auch am neuen Bundesteilhabegesetz. „Das Gesetz hat einen Paradigmenwechsel in der Hilfe für behinderte Menschen eingeläutet“, sagt Wilfried Kehr, Leiter des Diakonischen Werks Westerwald. „Früher wurden diese Männer und Frauen mit ihren Anträgen oft alleine gelassen. Heute werden die Kostenträger viel stärker in die Pflicht genommen: Es ist deren Aufgabe, die Anträge weiterzuleiten. Für Menschen mit Behinderung ist also vieles einfacher geworden. Und dank der EUTB gibt es jetzt eine verlässliche Anlaufstelle.“

So lange wie nötig

Zeitlich begrenzt ist die Unterstützung durch die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung nicht: Jeder von Behinderung betroffene Mensch kann so lange die Hilfe in Anspruch nehmen, wie er oder sie möchte – unabhängig vom Grad der Behinderung. „Das Gleiche gilt auch für deren Angehörige“, sagt EUTB-Mitarbeiterin Brigitte Orschel. Martin Willuweit ergänzt: „Wir verstehen uns als eine Art Krückstock, auf den sich ein Mensch eine Zeitlang stützt, bis er oder sie wieder auf eigenen Beinen stehen kann.“

Ein Wegweiser

Inzwischen steht auch Rüdiger Merz beruflich auf eigenen Beinen. In seinem Büro unterstützen ihn nicht nur viele technische Geräte für Sehbehinderte, sondern auch Ursula Lay-Müller. Sie ist sein „Auge“ und hilft ihn im Rahmen ihres Minijobs bei den täglichen Arbeiten. „Es gibt eben viele Wege, behinderten Menschen die Teilhabe in der Gesellschaft möglich zu machen“, sagt Rüdiger Merz. „Das EUTB-Team möchte ein Wegweiser sein.“ (bon)

Weitere Infos: Telefon 02602/1069872, E-Mail: ruediger.merz@diakonie-westerwald.de, www.teilhabeberatung.de

 

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