Ob es um die Beschaffung von Materialien geht für einen Sprachkurs, ob Geflüchtete Unterstützung beim Umzug brauchen oder für Jugendliche ein Praktikum gefunden werden muss – wer in der Flüchtlingsarbeit ehrenamtlich engagiert ist und eine Frage hat, kann sich an Johanna Kunz wenden.

Die 58-Jährige ist seit 2014 hauptamtlich in der Flüchtlingsarbeit des Diakonischen Werks Westerwald aktiv. In der Verbandsgemeinde Westerburg ist sie Ehrenamtskoordinatorin im Projekt „Integrationsnavigator“.

Rund 70 ehrenamtlich Aktive begleitet Johanna Kunz in Westerburg, steht mit Rat und Tat zur Seite und organisiert Treffen, die einen Austausch unter den Engagierten ermöglichen.

Plötzlich war im Leben von Rüdiger Merz alles anders. Aufgrund einer chronischen Krankheit verliert der 45-Jährige 95 Prozent seiner Sehkraft. Seinen Job als Maler muss er aufgeben, und es beginnt eine Odyssee durch den deutschen Behördendschungel. „Ich kam mir hilflos vor; keiner hat sich für mich zuständig gefühlt“, erzählt er. Doch dann bekommt er neue Hoffnung.

Heute ist Rüdiger Merz Mitarbeiter eines neuen Projektes: der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB). Sie berät und hilft behinderten Menschen und deren Angehörigen. „Wenn es so ein Angebot schon früher gegeben hätte, hätte ich nicht zwei Jahre meines Lebens verloren“, sagt Rüdiger Merz heute.

Wie wäre es, einen Tag lang in eine völlig neue Rolle zu schlüpfen? Die Klienten der Westerburger Tagesstätte für psychisch Kranke haben es ausprobiert.

Die Fotoausstellung „Mein zweites Ich“ ist ab sofort in Mainz zu sehen. Das Projekt des Diakonischen Werks Westerwald zeigt Klienten der Westerburger Tagesstätte, die neue Seiten an sich entdecken und mithilfe einer Visagistin in eine andere Rolle schlüpfen. Diese bemerkenswerten und bewegenden Verwandlungen wurden in ausdrucksstarken Schwarzweiß- und Farbfotografien festgehalten.

Ergänzt wurde die Ausstellung auch durch einen Beitrag in der Landesschau Rheinland-Pfalz vom 17. April

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