Ehrenamt hat ein Gesicht

Ob es um die Beschaffung von Materialien geht für einen Sprachkurs, ob Geflüchtete Unterstützung beim Umzug brauchen oder für Jugendliche ein Praktikum gefunden werden muss – wer in der Flüchtlingsarbeit ehrenamtlich engagiert ist und eine Frage hat, kann sich an Johanna Kunz wenden.

Die 58-Jährige ist seit 2014 hauptamtlich in der Flüchtlingsarbeit des Diakonischen Werks Westerwald aktiv. In der Verbandsgemeinde Westerburg ist sie Ehrenamtskoordinatorin im Projekt „Integrationsnavigator“.

Rund 70 ehrenamtlich Aktive begleitet Johanna Kunz in Westerburg, steht mit Rat und Tat zur Seite und organisiert Treffen, die einen Austausch unter den Engagierten ermöglichen. Darüber hinaus ist sie Ansprechpartnerin für viele weitere Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit in den benachbarten Gemeinden im Oberwesterwald.

Oft geht es um Fragen zur Wohnungssuche. „Zurzeit eines der größten Probleme“, weiß Kunz. „Leider bestehen doch oft Vorurteile bei Vermietern und die Wohnungen sind knapp.“ Aber auch Fragen rund um Sprachkurs, Ausbildung oder Arbeitsplatzsuche stehen obenan“

Anfangs habe sie viel Zeit in den Aufbau des Ehrenamtskreises investiert. Wer hat welche Interessen? Wieviel Zeit steht zur Verfügung? Wo gibt es besondere Erfahrungen? Sehr genau führt Johanna Kunz ihre Kartei. „Das hat sich wirklich ausgezahlt“, sagt sie heute. „Wenn ich jemand für die Nachhilfe suche, kann ich recht schnell die richtige Person finden.“

Johanna Kunz macht aber noch viel mehr. Sie organisiert Vorträge, hält Kontakte zu Jobcenter und Bildungseinrichtungen und hat den Begegnungsraum „Drei Welten“ in Westerburg gegründet. Zwei Mal die Woche ist der Treff mit für zweieinhalb Stunden geöffnet.

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Neues Projekt hilft behinderten Menschen

Plötzlich war im Leben von Rüdiger Merz alles anders. Aufgrund einer chronischen Krankheit verliert der 45-Jährige 95 Prozent seiner Sehkraft. Seinen Job als Maler muss er aufgeben, und es beginnt eine Odyssee durch den deutschen Behördendschungel. „Ich kam mir hilflos vor; keiner hat sich für mich zuständig gefühlt“, erzählt er. Doch dann bekommt er neue Hoffnung.

Nach zwei arbeitslosen Jahren erfährt Rüdiger Merz durch eigene Recherche, dass es spezielle Umschulungsangebote für Menschen mit Sehbehinderung gibt. Statt auf die Hilfe der Ämter zu warten, nimmt er sein Schicksal selbst in die Hand, lässt sich in einem Berufsförderwerk zum Verwaltungsfachangestellten ausbilden und arbeitet später in der Verwaltung des Diakonischen Werks. Heute ist Rüdiger Merz Mitarbeiter eines neuen Projektes: der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB). Sie berät und hilft behinderten Menschen und deren Angehörigen. „Wenn es so ein Angebot schon früher gegeben hätte, hätte ich nicht zwei Jahre meines Lebens verloren“, sagt Rüdiger Merz heute.

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Der Betreuungsverein informiert

Berichte, Abrechnungen und Anträge für das Amtsgericht - Gerichtliche Anforderungen problemlos erfüllen.

Zu den Aufgaben und Pflichten eines Betreuers gehören neben wiederkehrenden Anträgen auch die jährliche Rechnungslegung sowie der Bericht über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Betreuten. Gehört zum Aufgabenkreis auch die Vermögenssorge, muss er zusätzlich einmal jährlich üer das verwaltete Vermögen Rechnung tragen, sofern das Betreuungsgericht nichts anderes anordnet.

Herr Sauer vom Betreuungsverein des Diakonischen Werkes Westerwald sowie Frau Kröller und Frau Schmidt-Betz vom Lotsendienst Betreuungsverein e.V. Höhn werden Hilfestellungen geben bei den erforderlichen Tätigkeiten; die Bewältigung der vielfältigen Formulare wird an praktischen Beispielen geübt.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 8. Mai 2018 um 18:00 Uhr im Diakonischen Werk Westerwald (bitte Hintereingang benutzen), Hergenrother Str. 2a in Westerburg statt. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen bei den Betreuungsvereinen unter 02663 9430-44 oder 02661 20191.

MEIN ZWEITES ICH - Fotoausstellung der Tagesstätte ist in Mainz zu sehen

Wie wäre es, einen Tag lang in eine völlig neue Rolle zu schlüpfen? Die Klienten der Westerburger Tagesstätte für psychisch Kranke haben es ausprobiert.

Die Fotoausstellung „Mein zweites Ich“ ist ab sofort in Mainz zu sehen. Das Projekt des Diakonischen Werks Westerwald zeigt Klienten der Westerburger Tagesstätte, die neue Seiten an sich entdecken und mithilfe einer Visagistin in eine andere Rolle schlüpfen. Diese bemerkenswerten und bewegenden Verwandlungen wurden in ausdrucksstarken Schwarzweiß- und Farbfotografien festgehalten.

Ergänzt wurde die Ausstellung auch durch einen Beitrag in der Landesschau Rheinland-Pfalz vom 17. April, den entsprechenden Link hierzu finden Sie unter https://swrmediathek.de/player.htm?show=11b31462-42db-11e8-ac02-005056a12b4c

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Sparkasse Westerwald-Sieg unterstützt Westerwaldkreis Tafel

Statt Weihnachtsgeschenken 20 000 Euro für die Tafeln gespendet

Die Sparkasse Westerwald-Sieg hat sich auch in diesem Jahr entschieden, anstelle von Weihnachtspräsenten soziale Projekte in der Region zu unterstützen. Als Empfänger wählte sie die elf Tafeleinrichtungen in ihrem Geschäftsgebiet, den Landkreisen Altenkirchen und Westerwald aus. Die Sparkasse spendete jeweils 10.000 Euro pro Landkreis.

Michael Bug, Vorstandsmitglied der Sparkasse Westerwald-Sieg, und Karsten Schell, Leiter der Geschäftsstelle Rennerod, überreichten die Spende für die acht Tafeleinrichtungen im Westerwaldkreis vor Kurzem in Rennerod. Petra Strunk, die Koordinatorin der Westerwaldkreis-Tafel, und das Team der Tafel Rennerod nahmen sie dankbar entgegen.

„Das Zusammenspiel von Menschen, Warenmengen und Fahrzeugen muss koordiniert werden. Oft sind wir mit Unvorhersehbarem konfrontiert. Jeder Tag ist aufs Neue eine logistische Herausforderung. Wir stellen uns ihr gerne - aus Überzeugung“, betonte Petra Strunk bei der symbolischen Scheckübergabe.

Damit kann die Tafel zwar keine Armut bekämpfen, aber Menschen dabei unterstützen, schwierige Lebenssituationen zu überbrücken. Außerdem bewahrt sie große Mengen Lebensmittel vor der Vernichtung. „Mit dieser Spende möchten wir uns für Ihren selbstlosen Einsatz und Ihr Engagement für bedürftige Menschen in der Region bedanken“, betonte Michael Bug bei der symbolischen Scheckübergabe.

 

Die Sparkasse Westerwald-Sieg hat insgesamt 20 000 Euro für die Tafeln in den Kreisen Altenkirchen und Westerwald gespendet. 
Foto Sparkasse